Abifeier 2011
FEIERLICHE VERABSCHIEDUNG DER ABITURIENTEN 2011
Programm
Musikalische Ouvertütr (Patrick Arthur
Rede des Schulleiters (Herr Peikarski) - (diese Rede weiter unten lesen)
Abitur-Songs (Tina Liebmann)
Würdigung des Abiturs (Herr Piekarski)
Zeugnisübergabe an die Tutorengruppen von Herrn Gericke, Frau Hülm, Herrn Lemke, Frau Nevir
Musikalisches Intermezzo (Patrick Arthur)
Zeugnisübergabe an die Tutorengruppen von Frau Rhinow,. Frau Rosenbusch, Dr. Schmenner, Frau Schneider
Moderation: Josefine Bressel und Dr. Schmenner
(für die Gesamtansicht des Fotos bitte das Bild selber anklicken)
Rede des Schulleiters zur Verabschiedung der Abiturienten 2011
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Eltern und Gäste
Heute feiern wir ein letztes Mal die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2011 an der Thomas-Mann-Oberschule. Seien Sie dazu alle uns herzlich willkommen!
Der Beginn der Feierlichkeiten lag ja bei einigen von Ihnen bereits erheblich früher. Am 15. Juni erfuhren die meisten der hier Versammelten bei der Bekanntgabe der vorläufigen Prüfungsergebnisse, dass sie die Abiturprüfung bereits bestanden hatten, was Anlass für intensive und kräftezehrende Feierlichkeiten im eher privaten Kreise war. Einige mussten damit allerdings bis zum 21. Juni warten, dem Tag der letzten mündlichen Prüfungen. Wie diese Schülerinnen und Schüler die Prüfungen durchgestanden haben, das verdient besonderen Respekt.
Danach gab es kein Halten mehr und der Abiball vorgestern war der bisherige Höhepunkt der Festivitäten und ich denke, es war strategisch klug, dass die Schulleitung bereits vor dem offiziellen Ende des Balls rechtzeitig den Rückzug antrat.
Nun also heute der letzte Teil Ihres Abiturs, die offizielle Überreichung des Abiturzeugnisses, für viele von Ihnen im Beisein Ihrer Familie und Freunde, die Anteil an Ihrer Freude haben sollen.
So geht mein erster Dank, denn eine Abiturfeier ist auch ein Ort, an dem Dank zu sagen ist, an die Eltern, die heute sicher stolz auf Sie sind, die es aber auch sind, die einen nicht unerheblichen Anteil dazu geleistet und es Ihnen erst ermöglicht haben, da zu stehen, wo Sie heute stehen.
Aber auch die Lehrkräfte als Prüfer mussten manche unvorhergesehene schwierige Prüfungssituationen meistern oder marathonverdächtiges Durchhaltevermögen beweisen, insbesondere einige Kolleginnen und Kollegen in der 5. Prüfungskomponente.
Allen Prüfern, Protokollanten und Vorsitzenden gilt mein Dank für ihr Engagement. Ich freue mich zu sehen, dass sich die Mühe für unsere Schülerinnen und Schüler gelohnt hat.
Ein besonderer Dank gilt Frau Falbe, die als Koordinatorin die Hauptlast der Organisation der Vorbereitungen und der Durchführung des Abiturs getragen hat.
Der Dank der Schule geht auch an alle diejenigen, die sich bei der Vorbereitung und der Durchführung der heutigen Feier erfolgreich engagiert und beteiligt haben, insbesondere Herr Dr. Schmenner.
Auch die Unterstützung durch Ihre Tutorinnen und Tutoren darf nicht unerwähnt bleiben sowie die unentbehrliche Hilfestellung von Sekretärinnen und Hausmeister. Ohne Frau Tielitz, Frau Stöcklein und Frau Kaiser keine Abiturzeugnisse. Danke auch an Mathias Klar an der Technik.
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, ist das Abitur eigentlich leicht ?
Ich behaupte: Das Abitur ist leicht. Ich kann das auch beweisen. Ich habe es ausgerechnet.
Ihr aller Abitur wiegt insgesamt erstaunlicherweise nur 813 Gramm. Genau so viel bringen alle Ihre Abiturzeugnisse zusammen an Papier auf die Waage. Das heißt für jedes einzelne Zeugnis mal gerade 7,6 Gramm. Das immerhin stemmen Sie doch wohl mit Leichtigkeit – oder etwa nicht?
Sie können es ja nachher selbst nachwiegen.
Liebe Abiturienten, im Ernst:
Auch wenn das Abitur in der Öffentlichkeit oft schlecht geredet wird und
auch von Abiturienten selbst manchmal in seinem Wert geschmälert wird, bleibt
der Abschluss dieser Prüfung mit der Vergabe der allgemeinen Hochschulreife
doch ein wichtiger Einschnitt ins Leben und ein Meilenstein in Ihrer
Biographie.
Es gibt viele Ereignisse in meinem Leben, die ich vergessen oder vielleicht auch nur verdrängt habe, aber meine Abiturprüfungen und die Übergabe des Abiturzeugnisses sind mir immer noch lebhaft in Erinnerung. An die drei Tage, die zwischen diesen beiden Ereignissen lagen, erinnere ich mich allerdings nur noch sehr eingeschränkt.
Lassen Sie sich die Bedeutung des Ereignisses und die Bedeutung Ihres Abiturs nicht „madig“ machen. Seien Sie stolz auf Ihre Leistung und denken Sie daran, von wie vielen Menschen Sie um diese 7,6 Gramm Papier beneidet werden.
Sie kennen
den blöden Satz, der trotzdem uneingeschränkt Gültigkeit besitzt: Jedes Abitur,
auch das schlechteste, ist besser als kein Abitur.
Dies wird immer wieder auch von unseren ehemaligen Abiturienten, mittlerweile etwa 4000, anlässlich der jährlichen Ehemaligentreffen bestätigt und Ehemalige oder Veteranen, wie wir früher sagten, sind Sie ja nun auch bald nach dem heutigen Tag.
Interessieren würde mich, mit welchen Gefühlen nun Sie auf die vor Ihnen liegende Zeit schauen. Wie fühlt sie sich an? Federleicht in ihrer Freiheit? Bleischwer in ihrer Ungewissheit?
Von beidem etwas?
Sie hören in diesen Tagen sicher oft, auch vielleicht von Ihren ehemaligen
Lehrern, für Sie sei mit dem Abitur die letzte Phase Ihrer behüteten Kindheit,
für die auch die Schule mit ihren Zwängen steht, beendet und nun begänne für
Sie quasi ein neues Leben, voller Freiheit, Selbstverantwortung und voller
Gefahren.
Das Bild mag schön sein, mit der Realität hat es indes nur bedingt etwas zu tun. Viele von Ihnen sind in den letzten Jahren bereits einer Arbeit neben der Schule nachgegangen, auch, um Ihre Eltern bei der Finanzierung Ihrer Schulausbildung zu unterstützen oder gar um diese selbst zu übernehmen.
Einige von Ihnen leben in einer eigenen Wohnung und gestalten Ihr Leben selbständig voller Verantwortung. Ihre persönlichen Beziehungen sind weitgehend selbstgestaltet und nur noch bedingt dem Einfluss Ihrer Eltern unterworfen.
Für Sie beginnt also nun kein neues Leben, allenfalls stehen Sie an der Schwelle zwischen zwei Lebensabschnitten.
Diese Rede soll Sie deshalb auch nicht mit gut gemeinten, in der Regel aber völlig überflüssigen Ratschlägen ins, wie man so schön sagt, Leben entlassen, eine Rede zu Ihrem Abitur
muss also, wenn sie denn ihren Sinn erfüllen soll, versuchen, die Leistungen der Schule und ihrer Schüler in Bezug zu setzen zu Ihrem Leben nach der Schule, also in der Uni, der Fachhochschule oder im Berufsleben sowie in der Gesellschaft.
Ich möchte versuchen kurz zu reflektieren, was wir Ihnen für das Leben nach der
Schule mitgegeben haben und was wir Ihren Nachfolgern mitgeben wollen.
Meine Damen und Herren, wenn ich Sie nun so anreden darf,
die Erwartungen an Schule sind so zahlreich und unterschiedlich, wie es
Menschen und Interessen in unserer Gesellschaft gibt.
Eltern erwarten, dass ihr Kind, das sie der Schule auf Grund gesetzlichen Zwangs, der Schulpflicht, übergeben, die Schule am Ende so verlässt, dass es allen Anforderungen, die das Leben an es stellt, gerecht werden kann, möglichst sollte das Kind (und für Ihre Eltern werden Sie immer Kind bleiben) auch noch ein paar gute Manieren mit auf den Weg bekommen haben.
Lehrer träumen von einem umfassend gebildeten Menschen, der sowohl in Naturwissenschaften, Politik, Literatur, Kunst und allen philosophischen Grundfragen unseres Lebens im Sinne Thomas Manns sich zu orientieren weiß.
Die Wirtschaft, wenn man das so pauschal sagen darf, erwartet Schulabgänger, die alles wissen, alles können, die als Personen darüber hinaus flexibel und disponibel sein sollen. Flexibilität heißt ein Zauberwort unserer Tage. Flexibilität als neue Form einer auf Kurzfristigkeit und Elastizität angelegten Wirtschaft verlangt wie selbstverständlich den „flexiblen Menschen“, der bereit ist, für einen Arbeitsplatz mehrmals den Wohnort zu wechseln, soziale Kontakte abzubrechen, eine verlässliche Familienplanung ins Unbestimmte zu verschieben und dies alles bei gleichzeitig möglichst geringen Erwartungen an das persönliche Einkommen, der Kurzbegriff dafür ist „Generation P“, d.h. Generation „Praktikum“.
Die Politik erwartet, dass Schüler als politisch mündige Menschen die Schule verlassen, die die Entwicklung unserer Gesellschaft mitprägen, gleichzeitig sollen objektivierbare Leistungen erbracht werden, die jederzeit abfragbar sind, Stichworte in diesem Zusammenhang lauten PISA oder Zentralabitur. Dies alles bei möglichst geringen Kosten, z.B. in der Ausnutzung der maximalen Lebensdauer eines Schulgebäudes oder in der Belastbarkeit eines Lehrers als Kostenfaktor. Optimaler Output bei minimalem Input.
Meine Position zu den Aufgaben einer Schule mag altmodisch oder antiquiert klingen, dennoch bin ich der festen Überzeugung:
Trotz aller wirtschaftlichen Erwartungen darf sich Schule und hier insbesondere die gymnasiale Oberstufe nicht beschränken auf die Herstellung von Lebenstauglichkeit; auch nicht auf das Fitmachen für den Beruf oder für ein Universitätsfach.
Es genügt auch nicht, wenn wir Schülern beibringen, wie man mit dem Fahrplan der BVG, den Suchfunktionen von Google, den Öffnungszeiten der städtischen Bücherei oder für die etwas Eiligeren unter Ihnen mit Wikipedia umgeht. Unsere pädagogische Arbeit steht nicht ausschließlich und nicht vorrangig unter dem Diktat der Anwendungsbezogenzeit.
Und: Auch wenn es immer mehr und immer lautstärker verlangt wird: Es ist
nicht unsere primäre Aufgabe, Schülern beizubringen, wie sie etwas „verkaufen“.
Zum Beispiel Software, Bücher, Staubsauger, Argumente oder ein Referat an
den Meistbietenden.
Schon gar nicht darf sich unser Blick auf die Vermittlung des Talents verengen,
sich selbst möglichst gut zu verkaufen, wie es heute immer und immer
wieder und immer lautstärker verlangt wird, Stichwort „Präsentation“.
Zur Entwicklung der Fähigkeit, mit geringst möglichen Mitteln den
größtmöglichen Ertrag zu erzielen, mag man stehen, wie man will, und einige von
Ihnen haben es in diesem Bereich, wenn auch aus anderen Motiven, zu wahren Meisterleistungen gebracht,
zentrale Aufgabe der Schule ist dies dennoch nicht.
Ich wiederhole: Unser zentrales Anliegen ist nicht vorrangig die „Produktion“
von wirtschaftstauglichen Arbeitnehmern und die Bereitstellung und Vorbereitung
von bestmöglichen Karrierechancen, sondern, und jetzt konzentrieren Sie sich
bitte kurz, unser Ziel ist die Erziehung junger Menschen zu sittlicher Reife,
zum mündigen Staatsbürger, zu jemandem, der souverän und kenntnisreich das
breite Spektrum gegenwärtiger Entwicklungen in kulturellen,
politisch-historischen, naturwissenschaftlich-mathematischen und
gesellschaftswissenschaftlichen Feldern beurteilen kann und nach seinen Kräften
handelnd eingreift.
Dieses Eingreifen in gesellschaftliche Prozesse, dieses Engagement für das
Große Ganze, dieses Hinausblicken über den Tellerrand des eigenen Interesses
setzt aber ein hohes Maß an politischer Reflexion und gesellschaftlichem
Bewusstsein voraus, das in der heutigen Zeit nicht mehr bei vielen, auch nicht
den sogenannten Älteren vorhanden ist.
Politisches Denken und die Bereitschaft, sich politisch zu verstehen,
solidarisch zu handeln ist aus der Mode geraten in einer Zeit der
globalen Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse und mit dem Verlust der
alternativen Politik- und Gesellschaftsmodelle. Auch junge Menschen denken
häufig nur noch in Kosten-Nutzen-Kategorien.
Die jungen Leute heute, d.h. auch Sie, gehören zu einer pragmatischen
Generation, die in Bezug auf die Erreichung ihrer Ziele einen demonstrativen
Optimismus zeigt, die aber von der Politik und der Gesellschaft nicht viel
erwartet und dem gemäß politische Themen kaum noch diskutiert und
gesellschaftlichen Wandel nicht mehr reflektiert.
An Diskussionen über andere Gesellschaftsentwürfe ist wenig Bedarf.
Auf der anderen Seite jedoch gibt es jedoch gesellschaftliches Engagement, das
oft aus einer unmittelbaren Betroffenheit erwächst, Beispiel „Stuttgart 21“.
Die breite gesellschaftliche Akzeptanz für den Ausstieg aus der Kernenergie, selbst unter den konservativen Schichten unserer Bevölkerung, ist nicht nur das Ergebnis der Katastrophe in Japan, sie hat sich in den letzten Jahren im stetigen Diskurs aller gesellschaftlich relevanten Gruppen entwickelt.
„Demokratie“heißt zwar die gleichberechtigte Partizipation aller Mitglieder einer Gesellschaft an den grundlegenden politischen Entscheidungen, Ihnen jedoch kommt aufgrund Ihrer Bildung eine ganz besondere politische Verantwortung zu, der Sie sich nicht entziehen sollten.
Als Politik-Lehrer erhoffe ich mir, dass aus diesem Verantwortungsbewusstsein Sie den Mut haben werden , soziale, politische, ökonomische und ökologische Ungerechtigkeiten zu erkennen und zu bewerten, und dass daraus dann doch wieder ein politisches Bewusstsein entsteht. Und dieses Bewusstsein führt dann hoffentlich zu der Erkenntnis, dass die Mängel unserer Gesellschaft nicht nur erkannt und achselzuckend als unabänderlich akzeptiert werden, sondern dass unsere Gesellschaft im Sinne einer gerechteren Zukunft verändert werden muss.
Nebenbei gesagt, unsere Gesellschaftsordnung war nie statisch und unveränderbar, sehen Sie sich die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte an, entscheidend ist nur: Wer verändert die Gesellschaft und in wessen Interesse?
Lassen Sie es mich also so sagen: Die Verantwortung für die Entwicklung unserer Gesellschaft liegt vor allem bei Ihnen. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr! Wenn nicht Sie, wer sonst?
Sie alle kennen aus Ihrem Deutschunterricht das Motto der Epoche der Aufklärung im 18. Jahrhundert, wie es der Philosoph Immanuel Kant formuliert hat: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ Und Kant stellte die Frage: „Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?“, um selbst diese Frage zu beantworten: „Nein, aber wir leben in einem Zeitalter der Aufklärung“, womit er auf das Prozesshafte dieser gesellschaftlichen Entwicklung hinwies.
Sie können sich diese Fragen auch für unsere heutige Zeit stellen und vielleicht werden sie überrascht sein, wie Ihre Antworten ausfallen werden.
Unbestritten gültig bleibt Kants Forderung an den Einzelnen, wie er sich aus seiner geistigen und letztlich auch politischen Unmündigkeit zu befreien habe:
„Sapere aude! – Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Bringen Sie diesen Mut auf, stellen Sie die wichtigen Fragen und lassen Sie sich nicht allzu schnell mit Plattitüden und Halbwahrheiten abspeisen. Fragen Sie nach! Beziehen Sie Stellung! Engagieren Sie sich! Unsere Gesellschaft braucht Sie und Ihren Verstand!
Wenn die Schule Ihnen dafür die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und das erforderliche Urteilsvermögen mit auf den Weg gegeben hat, dann hat sie das getan, was ich als Mitglied dieses Staates und Teil dieser Gesellschaft von ihr erwarte. Wenn die Thomas-Mann-Oberschule dazu einen Beitrag geleistet hätte, dann wäre das etwas, auf das wir mit Recht stolz sein könnten und wir könnten zufrieden mit unserer Arbeit sein.
Was bleibt noch zu sagen?
Habe ich Ihnen schon gratuliert? Nein? Warten Sie noch etwas, das kommt später.
Was noch?
Natürlich – die Wünsche.
Wir Lehrerinnen und Lehrer wünschen Ihnen alles Gute für Ihre persönliche
Zukunft. Nutzen Sie die Optionen aus, die Ihnen
Ihre Ausbildung und Ihr Abschluss bieten.
Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gewinnbringendes Studium, (falls Sie
diesen Weg beschreiten wollen).
Wir wünschen Ihnen einen Beruf, einen Arbeitsplatz, der Ihnen Erfüllung bringt
und den Sie mit Engagement und Freude ausüben.
Wir wünschen Ihnen ein Leben im Umfeld guter Freunde und einer Familie, die
sich auf Sie verlassen kann, so wie Sie sich auf sie verlassen.
Lassen Sie mich mit ein paar Versen Goethes enden, unvermeidlich bei einer deutschen Abiturfeier, er hat die Verse zwar nicht zu Abiturienten gesprochen, sondern zu seinen Logenbrüdern 1825, aber da auch ich einmal das Abitur bestanden habe, bei Tag, und dann in vielen nächtlichen Träumen der folgenden Jahre durchgefallen bin – fast immer wegen Mathematik -, glaube ich ein Recht zu der Behauptung zu haben: die Verse sind wie auf Abiturienten gemünzt und betrachten Sie den letzten Vers ruhig als Aufforderung:
„Einmal nur in unserm Leben,
was auch sonst begegnen mag,
ist das höchste Glück gegeben,
einmal feiert solchen Tag!
Ich wünsche Euch für Eure Zukunft alles Gute.